
Der parkartige Charakter der Wilhelma bleibt bestehen und wird durch den Entwurf konsequent fortgeführt. Das Entwurfskonzept der Parklandschaft wird durch 2 übergeordnete Themen bestimmt: den „Bergrücken“ und den „Wald“. Der „Bergrücken“: Das Wettbewerbsgebiet wird durch einen verlaufenden "Bergrücken“ in 2 unterschiedliche Bereiche gegliedert, diese Verwerfung stellt dabei auch die Gehegetrennung dar. Der Bergrücken ist so in die Landschaft modelliert, dass er als Teil der Landschaft und nicht als Haus im eigentlichen Sinne vom Besucher wahrgenommen wird. Gebäude und Grünanlage werden eng miteinander verwoben - das Gebäude wird zur Topographie des Parks. Dieses Konzept der gebauten Landschaft stärkt die Wilhelma als Teil des Rosensteinparks.

Der „Wald“: Die Grundidee der Stahlkonstruktions-Überdachung des Außengeheges ist einen artifiziellen Wald zu schaffen, der neben seiner statischen Funktion auch als Klettervorrichtung für die Bonobos dient und dem Besucher das abstrahierte Bild des Waldes vermittelt. Von der Stahlnetzkonstruktion abgehängte Seile verstärken als künstliche Lianen diesen Eindruck und bieten zusätzliche Klettermöglichkeiten für die Bonobos. Da auch der Baumbestand des südlichen Wettbewerbsgebietes erhalten und z.B. als Sonnenschutz mit einbezogen wird, müssen nur wenige Bereiche der Seilnetzkonstruktion durch Membrangewebe verschattet werden. Diese könnten gleichzeitig als Wetterschutz dienen.
| Anlage für afrikanische Menschenaffen Wilhelma | Stuttgart Bauvolumen ca. 17,5 Mio. EUR Baubeginn 2008 Fertigstellung 2010 BGF 2.529 qm
|
| < Prev | Next > |
|---|