ProjektKonzerthaus
OrtNürnberg
ArchitektHASCHER JEHLE Architektur, Berlin
BauherrStadt Nürnberg
WB4. Preis, 2018
BGF14.116 qm

Die Architektur des Konzerthauses, das sich im respektvollen Abstand zum denkmalgeschützten Ensemble der Meistersingerhalle positioniert, ist geprägt von Offenheit und Transparenz. Mit Betreten des Gebäudes gelangt man direkt in das großzügige, lichtdurchflutete Foyer, das sich über Lufträume in alle Geschosse erstreckt. Hier zeichnet sich der Saal als eingestellter Klangkörper plastisch ab. Die Saalkonzeption stellt das Orchester visuell und akustisch ins Zentrum des Raumes. Um ideale Hörbedingungen auf dem Podium schaffen zu können, werden moderne mit tradierten Architekturelementen überlagert. Ausgehend von der bewährten Orchesteraufstellung im Halbkreis mit nahen Rück- und Seitenwandreflektoren sind es zunächst Winkelspiegel der umlaufenden Ränge, die weitere Reflexionen auf das Podium zurückwerfen. Deckenreflexionen entstehen infolge des Deckensegels und aus umlaufenden Rückwurffolgen einzelner Randfelder der Kassettendecke, die oberhalb einer akustisch transparenten „Haut“ den oberen Raumabschluss bildet. Diese „Haut“ bildet die optische Begrenzung der Saaldecke und führt die organische Form des Raumes fort. Sie besteht aus einer unregelmäßigen Gitterstruktur aus feinen Holzlamellen mit einem hohen Öffnungsanteil.

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